Bezirksgruppe Ostwestfalen-Lippe

Der BDF NRW auf der Landesgartenschau in Bad Lippspringe
Quelle: Anna Rosenland

Forstleute zwischen Blumenpracht und Waldidylle

Am 9. Juni trafen sich 51 Mitglieder aus ganz NRW zu einer gemeinsamen Besichtigung der bereits 17. Landesgartenschau in NRW. Veranstaltungsort ist in diesem Jahr die Stadt Bad Lipspringe mit dem Motto Blumenpracht und Waldidyll. Sie ist die erste Gartenschau in NRW, die in einer Wald- Kulisse stattfindet.

Bei herrlichem Wetter und nach einer kurzen Begrüßung an der Niewels- Fontäne im Kaiser-Karls- Park ging es los.

Der Karls- Park, gestaltet mit dem Ziel „natürlich schön“, zeigte eine vielfältige Blütenpracht, angelegt in blattförmigen Beeten unter dem alten Baumbestand. Abwechslung boten hier zum Beispiel Kunstwerke wie die „blaue Friedensherde“ oder die von verschiedenen Ausstellern gestalteten Hausgärten und immer wieder gab es Übergänge in den Waldbereich, der auf unserer Führung das nächste Ziel war. Der Landschaftsplaner Sinai hat den Wald durch Lichtschneisen und Lichtungsgärten aufgelockert, so dass das Zusammenspiel bzw. der Wechsel von Licht und Schatten hier ein bedeutendes Thema ist. Das Lichtwaldkonzept angereichert mit Wildblumenwiesen soll verschiedene Vogelarten anlocken.

Die Lichtungsgärten sind auf verschiedenste Weise gestaltet. Neben einer 5000 Jahre alten, durch diverse Künstler bearbeiteten Mooreiche fand sich auch ein großes Rondell aus aufgeschichtetem Brennholz, welches mit dem anziehenden Duft von  frischem Nadelholz zum Verweilen einlud.

Einen weiteren Schwerpunkt auf unserer Führung stellten die sieben Glaubensgärten dar. Die Religionsgemeinschaften der  Bahai, Juden, Muslime, Hindus, Buddhisten, Christen und Sikh stellen sich hier vor. Die Gärten spiegeln mit den gestalterischen Elementen Holz und Wasser neben verschiedenster Bepflanzung und Statuen das Glaubensbild wieder- jeweils mit einer kurzen Erläuterung zu den Grundthesen der jeweiligen Religion versehen.

Hier im Wald trafen wir auch auf eine Station des grünen Klassenzimmers, für das verschiedene Plätze eingerichtet sind, und natürlich durfte auch der Buchenholz-Pavillon von Wald und Holz NRW nicht fehlen. Das Gebäude wurde aus 30 Kubikmetern Buche errichtet, und statt trockenem Infomaterial wird hier eher die emotionale Bindung zum Wald angeregt.

An den Mersmannteichen endete der erste Teil der Führung und die Gruppe löste sich auf, um noch bei strahlendem Sonnenschein ein Mittagessen einzunehmen.

Nach dem Mittagessen fand im Arminiuspark die zweite Hälfte der Führung statt. Ein Schwerpunkt war hier die regionale Landwirtschaft. Der Nachmittag war leider unterbrochen durch starke Regenfälle, die uns zum Unterstellen in diversen Blumenpavillons zwangen. Hier bot sich aber dafür ausreichend Gelegenheit für den Austausch mit den Kollegen aus anderen Bezirksgruppen. Ein Highlight am Nachmittag war mit Sicherheit die Besichtigung des NABU- Hauses, in welchem gerade ein Vortrag gehalten wurde, der zu angeregten Diskussionen zwischen dem NABU-Vertreter und Forstleuten führte.

Der Nachmittag endete bei einem gemütlichen Kaffeetrinken und interessanten Gesprächen. Fazit: Ein Besuch der Landesgartenschau ist nicht nur für forstlich Interessierte absolut empfehlenswert.

Anna Rosenland

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